Nach vierzehn Jahren hinter Gittern wird Anker aus dem Gefängnis entlassen. Die Beute seines damaligen Raubüberfalls ist nie aufgetaucht - nur sein Bruder Manfred kennt das Versteck. Doch in der Zwischenzeit hat Manfreds geistige Verfassung stark gelitten, und die Erinnerungen an den Verbleib des Geldes sind verschwommen. Gemeinsam begeben sich die ungleichen Brüder auf eine Suche, die mehr als nur eine Jagd nach der Beute wird. Während sie sich durch ihre Vergangenheit und alte Wunden kämpfen, stehen sie vor einer noch wichtigeren Frage: Wer sind sie wirklich - und kann es für sie einen Neuanfang geben? Bei Anders Thomas Jensen (ADAMS ÄPFEL) ist alles beim Alten geblieben. Wenn der Däne eine Tragikomödie dreht, kann man inzwischen davon ausgehen, dass es extrem makaber und finster wird. So auch in THERAPIE FÜR WIKINGER, für den der Regisseur wieder Mads Mikkelsen und einige andere seiner wiederkehrenden Darsteller*innen vor der Kamera versammelt hat. Auch stilistisch und erzählerisch setzt er auf vertraute Elemente.
Anders Thomas Jensen macht in THERAPIE FÜR WIKINGER dort weiter, wo Filme wie ADAMS ÄPFEL, MEN & CHICKEN und HELDEN DER WAHRSCHEINLICHKEIT aufgehört haben: mit viel schwarzem Humor und Geschmacklosigkeiten, bei denen sich doch noch irgendwie alle liebhaben können.