Noch bevor die Welt stillsteht, gerät Lores Leben aus den Fugen: Der Abschied von ihrer Mutter zwingt sie zur Rückkehr ins Elternhaus. Während sie versucht, die Trauer auszuhalten, ohne sich zu verlieren, zieht die Corona-Pandemie der Welt den Stecker. Ausgerechnet jetzt, wo Lore Halt bräuchte, werden Umarmungen zu Risiken, Besuche zu Ausnahmen, Trost zu Abstand.
Zwischen verkrusteten familiären Erwartungen und schwerfälligen behördlichen Abläufen sucht sie nach einem Weg, mit dem Verlust umzugehen. Der Abschied fällt schwer, Erinnerungen drängen sich auf, während der Alltag kaum Raum für Trauer lässt.
Allen Widrigkeiten zum Trotz, schafft sie es, eine Verabschiedungsfeier zu organisieren. Dass diese im Schlafzimmer ihrer Mutter stattfindet, erscheint am Ende als fast logische Konsequenz von sechs Wochen Ausnahmezustand. Sechs Wochen, in denen Lore lernt, dass es keine Antwort auf die Frage gibt: Wie trauert man richtig.
Jacqueline Jansens Spielfilmdebüti ist ein rheinisches Drama voller emotionaler Härte und leiser Komik, das beim Filmfest München mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino im Bereich Produktion für die mutige Projektumsetzung jenseits etablierter Strukturen sowie für die herausragende Darstellung von Magdalena Laubisch ausgezeichnet wurde.
Bruno hat seine Frau verloren. Um wieder zu sich zu finden, fasst er einen ungewöhnlichen Plan: Er begibt sich auf die Suche nach ihrem Atem.
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