Heike (59) arbeitet als Objektleiterin in der Gebäudereinigung und vermittelt täglich zwischen Kund*innen, Unternehmensleitung und Reinigungskräften. Nachdem sie versucht hat, eine Arbeitskraft eines wichtigen Subunternehmers abzuwerben, droht dieser, seine Unterstützung einzustellen, sofern er nicht mehr Stunden und Umsatz erhält. Heike gerät zunehmend in einen Konflikt zwischen ihrer Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitenden und den Bedingungen des Niedriglohnsektors.
Das dokumentarisch anmutende Sozialdrama fesselt von der ersten Minute und geht zu Herzen. Es lenkt den Blick auf einen oft unsichtbar bleibenden Arbeitsbereich und erzeugt durch reale Schauplätze, die Besetzung mit Laien und den Verzicht auf musikalische Untermalung den Eindruck hoher Authentizität. Friedrichs Film ist ein starkes Plädoyer gegen die Entwertung von Arbeit. Er zeigt, wie weit der Alltag vieler Menschen von dem entfernt ist, was in der Politik unter dem Stichwort "Leistung muss sich wieder lohnen" diskutiert wird.
Die fantastische Hauptdarstellerin Sabine Thalau ist selbst Objektleiterin. Sie gibt ihrer Figur eine phänomenale Präsenz.
Seit vielen Jahren arbeitet Esma in Deutschland in der Pflege. Als mobile Krankenschwester versorgt sie ihre Patienten zuhause — immer auf dem Sprung zum nächsten Termin. Obwohl ihre Vorstellungen von guter Arbeit regelmäßig mit den strengen
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