Ein malerisches Grundstück an einem See nahe Berlin, Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von den historischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts geprägt sind. Beginnend in den 1930er Jahren erwirbt ein jüdischer Tuchfabrikant für seine Familie einen Teil des Grundstücks, muss den Besitz jedoch bald wieder verkaufen. Ein Architekt und seine Frau errichten auf dem benachbarten Teil ein Haus im modernen Stil der Zeit. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs versucht der Architekt sich in Ostberlin zu verwirklichen, scheitert jedoch im DDR-System und flieht mit seiner Frau in den Westen. Das Haus wird einer Schriftstellerin und ihrem Mann übertragen, die die Nazi-Zeit im sowjetischen Exil überlebten. Ihre Enkelin wird dort in den Jahren bis zum Mauerfall ihre Sommer verbringen...
Mit HEIMSUCHUNG - Eine Jahrhundertgeschichte gelingt Volker Schlöndorff eine stille Reflexion über Zeit, Erinnerung und Vergänglichkeit. Der Film betrachtet Geschichte nicht durch politische Entscheidungsträger oder historische Großereignisse, sondern anhand eines Hauses und der Menschen, die es über Jahrzehnte hinweg bewohnen. Die Reduktion auf Räume, Fragmente und intime Beobachtungen macht HEIMSUCHUNG zu einem ungewöhnlich entschleunigten, aber atmosphärisch dichten Porträt deutscher Geschichte.