Nur 17 Jahre alt ist Ainara - und doch weiß sie schon ganz genau, was sie will. Während andere in ihrem Alter sich nach Universitäten umschauen, ihr Gap Year planen oder ihre erste Beziehung haben, hat sie nur ein Ziel: ins Kloster eintreten und Nonne werden. Die Kirche beziehungsweise das Kloster ist hier, im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, ein Ort des Glücks, in dem die Protagonistin sich zufrieden und geborgen fühlt. In ihrer Familie dagegen brodelt es: Ihr Vater hat gerade erst einen großen Kredit aufgenommen und ihre Tante hinterfragt zunehmend ihre eigentlich glückliche Ehe. Als Ainaras Wunsch sich dann in der Familie rumspricht, sind die Reaktionen zurückhaltend bis aufgebracht. Ihr Vater wirkt zwar nicht überzeugt, reagiert eher zurückhaltend und sucht auch das Gespräch mit ihrem spirituellen Begleiter und den Nonnen. Egal, wie es seiner Tochter geht, egal, was passiert - zu keinem Zeitpunkt spricht er ernsthaft mit ihr darüber oder zeigt offen Liebe. So lässt er die Geschehnisse letztendlich mehr an sich vorbeiziehen, während Tante Maite, die ganz klar nicht an Gott glaubt, mit aller Entschlossenheit versucht, ihre Nichte von ihrem Traum abzubringen.
Ausgezeichnet mit fünf spanischen Filmpreis GOYA 2026 als "Bester Film", für die "Beste Regie", das "Beste Drehbuch" und die "Beste Hauptdarstellerin" Blanca Soroa !