In der ersten Szene des Films kehrt Hein auf die Insel zurück, die er vor 14 Jahren als junger Mann verlassen hat, um sich auf dem Festland zum Lehrer ausbilden zu lassen. Aber die Bewohner:innen des Dorfes erkennen ihn nicht - oder sie wollen ihn zumindest nicht erkennen. Seine Mutter Mechthild ist dement und seine Schwester Heide war bei seinem Abschied noch so jung, dass es nicht weiter verwundern würde, wenn sie sich nicht an ihren großen Bruder erinnern kann. Aber was ist mit seiner damaligen Geliebten Greta und seinem besten Freund Friedemann? Zumindest die müssten ihn doch identifizieren können? Unter der Leitung der Dorfvorsteherin Gertrud wird ein dreitägiger, nach strengen Regeln ablaufender Prozess anberaumt, an dessen Ende darüber entschieden werden soll, ob der Ankömmling tatsächlich Hein ist oder ob er die Insel wieder verlassen muss... Wäre es nicht zugleich auch so erschreckend, könnte man es fast rührend finden, wie sich die Dorfbewohner*innen bemühen, ihrem Prozess einen Anschein von Legitimität zu verleihen. Es wird sogar extra ein Wartebereich für den Angeklagten und die Zeugen gebaut. Gerade Paul Boche zieht einen dabei mit einer wahnsinnig konzentrierten und intensiven Performance von Anfang an in seinen Bann - und auch der übrige Cast ist durch die Bank hervorragend.
„Ich suche eine Wohnung in Hamburg“ entstand aus meinem anhaltenden Kampf um eine feste Wohnsituation in der Stadt. Im vergangenen Jahr lebte ich abwechselnd in vorübergehenden und unsicheren Wohnverhältnissen. Viele Absagen waren geprägt von
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